INFO + VITA

*1995  I   currently based in Augsburg (GER).

Verena Kandler beschäftigt sich mit der Verarbeitung von Werbe- und Medieninhalten, sowie Produkten der Konsum- und Populärkultur. Sie zitiert oder überschreibt diese, greift vorhandene Motive auf oder an und weist damit auf gesellschaftliche Beobachtungen hin. Im Zuge der Transformation der visuellen Aussage findet Unterwanderung statt: durch die Aneignung des gegebenen Materials und der Motiviken kann die Prominenz der Werbeflächen für (neue) visuelle Positionen genutzt werden. Die Relevanz liegt dabei in der Visualisierung von abstrakten und wenig greifbaren Thematiken, in denen die künstlerischen Arbeiten als vermittelnde Instanz auftreten. Die Verwendung von Plastik(müll) als Gestaltungs- und Collagematerial ist als Strategie der Umnutzung zu verstehen. Durch den Auftritt als glamouröses und glänzendes Material findet eine Zuschreibungsänderung statt und verleiht diesem ein wertvolles Aussehen. Hierbei werden nicht nur in materieller Hinsicht Wiederverwendungskonzepte angestoßen, sondern auch hinsichtlich etablierter Darstellungsschemata. Weitgehendes Anliegen ist zudem die Bespielung und Aneignung von „kunstfernen“ und öffentlichen Orten, an denen die Anwesenheit von Kunst und gestalterischen Konzepten nicht unbedingt erwartet wird. Hier können diese in Form von Interventionen durch das Zusammenspiel von Inhalt und Umgebung eine unmittelbare und neuartige Wirkung entfalten.

Verena Kandler deals with the processing of advertising and media content, as well as products of consumer and popular culture. She quotes or overwrites them, takes up or appropriates existing motifs and thus points to social observations. The course of transformation of the visual statement is a form of infiltration and by changing the given material and by means of motivic clear-up the prominence of the advertising spaces can be used for (new) visual positions. The relevance can be seen in the visualisation of abstract and less tangible themes, in which the artistic works act as a mediating instance. The use of plastic (waste) as a collage material is to be understood as a strategy of reusing. The appearance as a glamorous and shiny material provokes a change of attribution and gives plastic a valuable appearance. In this process, concepts of recycling are not only initiated in material terms, but also with regard to established schemes of representation. A major concern of her artistic work is the occupation of „non-art“ and public places where the presence of art and design concepts is not necessarily expected. Here, in the form of interventions, they can unfold an immediate and novel effect through the interplay of content and environment.

PRIZES

Art Promotion Award Augsburg : Scholarship in the category Visual Arts.

EDUCATION

2018 Art Pedagogy (B.A.), University of Augsburg (GER).

EXHIBITIONS

2021

„New Baroque“: Schaezlerpalais, Kunstmuseen Augsburg – Einzelausstellung.

„Shalom Sisters*“Jüdisches Museum Augsburg  – Gruppenausstellung.

„KNOTENPUNKTE- Über die Rolle der Kunst in der Transformation“: Wälderhaus Hamburg  in Kooperation mit Renn.Nord Nachhaltigkeitsstrategien und Viva con Agua Arts – Gruppenausstellung.

2020

„Plastic Neptune“: Wasserkraftwerk der LEW Landsberg  – Einzelausstellung.

„Quartier Parcours art3 kultursalon : Interventionen“ : Gaswerk Augsburg – Gruppenausstellung.

„Die unsichtbare Frau“: Jüdische Synagoge Kriegshaber Augsburg (GER)  – Gruppenausstellung.

„Kinobanner transformieren“:  Schikaneder Kino Wien /Vienna und  Kulturhaus Abraxas Augsburg  – Einzelausstellung.

„Cinema Art Works“: Snowdance Independent Filmfestival Landsberg in Kooperation mit dem Kulturamt Landsberg und dem  Projektraum Alte Bergstraße (Catherine Koletzko)– Partizipatives Projekt.

2019

„Trash Cinema“: Kunst Block Balve München / Munich  – Gruppenausstellung.

„Freiheit – Grenzenlos frei?“: Galerie Noah im Glaspalast Augsburg  in Kooperation mit der Stadt Augsburg im Rahmen des Friedensfestes 2019 – Gruppenausstellung.

#nofilter“: Säulenhalle Landsberg  in Kooperation mit dem Kulturamt Landsberg und dem Projektraum Alte Bergstraße (Catherine Koletzko) – Interaktive Ausstellung. 

„Art Machine“: Westchorprojekt – 1000 Jahre Moritzkirche Augsburg – Einzelausstellung. 

2018

„70. große schwäbische Kunstausstellung“ des BBK Augsburg – Gruppenausstellung. 

„Art Machine“: Projektraum am Klostereck (Catherine Koletzko bzw. Kulturamt Landsberg) – Einzelausstellung. 

„Heroes for Non-Heroes“: Farbenladen Feierwerk – Einzelausstellung.

„Dressurschock!“: Offspace in der Alten Gasse 22, Augsburg – Gruppenausstellung mit Lydia Schellhammer und Christ Mukenge.

2017

„Glamourage“Rewe Reincke Supermarkt im Textilviertel Augsburg – Ausstellung/Intervention.

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